
Medaillenregen für die Judokas
8. Oktober 2026
Gauentscheid in der Churfrankenhalle Miltenberg
13. Oktober 2026Jan Rösel wird 6. bei der Gravel-WM in Australien

Eckdaten:
-
Wettkampf: Gravel-Weltmeisterschaft
-
Ort: Nannup, Australien
-
Altersklasse: 50 bis 54 Jahre
-
Platzierung: 6. Platz, bester Deutscher
-
Strecke: 125 Kilometer und 3150 Höhenmeter
-
Zeit: 4:37:11 Stunden
-
Weltmeister: Glen Chadwick aus Neuseeland
Ein sechster Platz, der sich wie ein kleiner Sieg anfühlt
Ein Jahr lang habe ich auf diesen Moment hingearbeitet, trainiert, geplant und auf die Gravel-Weltmeisterschaft in Australien hingefiebert. Umso größer war die Unsicherheit, als mich kurz vor dem Rennen eine hartnäckige Erkältung ausbremste. Zwei Wochen vor dem Start war ich bereits nach Australien gereist, konnte dort aber insgesamt nur drei Tage trainieren. Zeitweise habe ich tatsächlich darüber nachgedacht, gar nicht erst an den Start zu gehen. Erst zwei Tage vor dem Rennen ging es langsam bergauf.
Meine Erwartungen an der Startinie
Mit entsprechend gedämpften Erwartungen stand ich schließlich an der Startlinie. Bei nassen Bedingungen entwickelte sich das Rennen dann aber überraschend gut. Ich beschloss, ohne Pulsmesser zu fahren und einfach auf meinen Körper zu hören. Nach rund 60 Kilometern fand ich mich plötzlich in einer achtköpfigen Spitzengruppe wieder. An einem langen Anstieg musste ich die Gruppe ziehen lassen, hielt aber meinen Rhythmus und kämpfte weiter. Später konnte ich zwei Konkurrenten hinter mir lassen und fuhr die letzten 30 Kilometer allein bis ins Ziel.
Als bester Deutscher ins Ziel
Als ich schließlich als Sechster über die Ziellinie rollte, war die Erleichterung riesig. Mit diesem Ergebnis hatte ich nach den vergangenen Wochen ehrlich gesagt nicht mehr gerechnet. In meiner Altersklasse war ich damit der beste Deutsche – ein Ergebnis, auf das ich unglaublich stolz bin.
Hunderte von Gratulanten - Wow
Was mich nach dem Rennen allerdings mindestens genauso bewegt hat wie das sportliche Ergebnis, waren die vielen Nachrichten, Glückwünsche und die Unterstützung von euch. Ich war wirklich baff, wie viele Menschen mitgefiebert haben und sich mit mir über diesen Erfolg freuen. Das hat mich tief berührt und mir noch einmal gezeigt, dass hinter so einem Rennen viel mehr steckt als nur Training, Kilometer und Höhenmeter.
Deshalb möchte ich einfach Danke sagen:
An alle, die mich unterstützt, an mich geglaubt, mir die Daumen gedrückt und mir nach dem Rennen so viele liebe Worte geschickt haben. Ein riesen Dank an die Unterstützer vom Team vor Ort. WIR haben diesen Erfolg geschafft. Ihr habt ihn für mich noch einmal besonders gemacht. Gerade nach den schwierigen Tagen vor dem Start bedeutet mir das unglaublich viel. Diesen sechsten Platz nehme ich mit großer Dankbarkeit mit nach Hause – und mit einem Lächeln, das so schnell nicht verschwinden wird.





