
Starker Start beim MILMi OpeningRide
16. April 2026Chris Wonschik startet mal wieder durch
Mein Start in die Radsportsaison hätte kaum eindrucksvoller sein können. Mit der Paris–Roubaix Challenge über 170 Kilometer stand direkt ein echtes Highlight auf dem Programm, das auch ohne offizielle Zeitnahme alles andere als entspannt war.
Der Respekt vor dem berüchtigten Kopfsteinpflaster war im Vorfeld riesig. Deshalb bin ich mit einem straßentauglich gemachten Gravelbike gestartet, um auf dem Pavé etwas mehr Komfort zu haben.
Am Renntag hatte ich richtig Glück mit dem Wetter. Regen war zwar angekündigt, ist aber zum Glück ausgeblieben. Es war kühl, aber insgesamt herrschten nahezu perfekte Bedingungen.
Der Start lief hervorragend. Ich konnte mich früh nach vorne arbeiten, habe aber schnell gemerkt, dass sich keine passende Gruppe fand. Die ganz Schnellen waren wohl weiter vorne unterwegs, dahinter wurde es deutlich ruhiger. So bin ich den Großteil der Strecke tatsächlich alleine im Wind gefahren.

Bis etwa zur Hälfte lief alles rund, doch dann kam mit dem legendären Sektor Arenberg die entscheidende Phase. Ab dort wurden alle Streckenführungen zusammengeführt und es wurde extrem voll. Freies Fahren war kaum noch möglich.
Gerade auf dem Kopfsteinpflaster ist das ein echter Nachteil: Wenn man das Tempo durch den Verkehr vor einem rausnehmen muss, werden die Schläge des Pflasters deutlich härter und genau das habe ich dann auch voll zu spüren bekommen. Ab diesem Punkt wurde es einfach nur noch schmerzhaft.


Chris Wonschik - er fährt einfach alles nieder, was ihm vor die Kette kommt!
Auf dem vorletzten Sektor war es schließlich ein reiner Willensakt. Das Kopfsteinpflaster war an diesem Punkt einfach nur noch abartig hart und hat mir körperlich alles abverlangt. Aber genau in diesem Moment des größten Leidens schoss mir plötzlich dieser eine Gedanke durch den Kopf: Yes, you did it! Diese absolute Grenzerfahrung, bei der sich totale Erschöpfung, brennende Schmerzen und pure Erleichterung mischen, ging wirklich tief unter die Haut.
Euer Chris






