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18. August 2026Tina Büttner holt WM-Titel im Ultracycling 2026 nach Deutschland!
St. Georgen i. Attergau, Austria
2.200 Kilometer und 30.000 Höhenmeter


Mit dabei:
Ihre Crew mit sieben Personen, jeweils eine Tag und eine Nachtschicht mit drei Personen im Pacecar und ein Wohnmobil Fahrer.
Ihnen gehört ein Stück vom Weltmeistertitel, denn ohne sie geht gar nichts. Danke euch!
Vom 10. bis 16.08.2026 fand die Ultracycling-WM 2026 im Rahmen des Race Around Austria statt. Die Athletinnen und Athleten mussten eine Strecke von rund 2.200 Kilometern und 30.000 Höhenmetern rund um die Außengrenze Österreichs bezwingen.
Starker Start mit Kurs auf persönliche Bestzeit
Tina Büttner ging am Dienstagabend um 20:30 Uhr im Startblock A auf die Strecke. Auf den ersten knapp über 800 Kilometern bis zur ersten Schlafpause lief es für Büttner nach Plan. Durch Niederösterreich, Oberösterreich und das Burgenland, immer entlang der Außengrenzen, war sie voll auf Kurs und hatte die persönliche Bestzeit fest im Blick.
Doch dann traten erste Knieprobleme auf, die sich im Laufe des Donnerstags zunehmend verstärkten. Durch den veränderten Tritt kamen zusätzlich Sitzprobleme hinzu.
Die Schmerzen werden zum ständigen Begleiter
Auf der weiteren Strecke durch die Steiermark, Kärnten und Osttirol, auf dem Weg zum Dach des Rennens – dem Großglockner mit 2.504 Metern –, verschärften sich die Knieprobleme weiter.
Nach der zweiten Schlafpause an der Mautstelle in Fusch war Büttner bereits deutlich hinter ihrem ursprünglichen Zeitplan zurück.
Über Gerlos, das Inntal, Axams, das Kühtai und den Arlberg ging es anschließend zur dritten Schlafpause nach Thüringen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Knie- und Sitzprobleme so groß, dass im Team über einen Abbruch des Rennens diskutiert wurde.
Gemeinsam weiterkämpfen
Gemeinschaftlich wurde jedoch entschieden, das Rennen weiter durchzuziehen. Es folgten engmaschige Massagen und Lymphdrainagen sowie intensive Pflege der Sitzknochen. All diese Maßnahmen waren äußerst zeitaufwändig, stellten aber die einzige Möglichkeit dar, Büttner weiterhin im Rennen zu halten.
Aufholjagd auf den letzten 520 Kilometern
Auf den letzten rund 520 Kilometern zurück Richtung Ziel über das Faschinajoch, den Hochtannbergpass, den Fernpass, das Inntal und die letzte große Hürde, den Dientnersattel, konnte Büttner wieder Zeit gutmachen.
Trotz der enormen körperlichen Belastung kämpfte sie sich bis ins Ziel und sicherte sich nach 4 Tagen, 10 Stunden und 30 Minuten den Weltmeistertitel im Ultracycling.
Weltmeistertitel für Tina Büttner
Mit ihrer Zeit setzte sich Tina Büttner vor Yvonne Margraf (GER) durch, die nach 4 Tagen und 19 Stunden und 20 Minuten das Ziel erreichte. Alexandra Podpeskar (AUT) komplettierte das Podium mit einer Zeit von 5 Tagen, 4 Stunden und 13 Minuten.
Damit holt Tina Büttner den Weltmeistertitel 2026 im Ultracycling nach Deutschland – nach einem Rennen, das ihr körperlich und mental alles abverlangte.
Bei den Männern siegte der Österreicher Lukas Kaufmann vor Sebastian Trimborn (GER) und Simon Hachinger (AUT).














